Parodontose ist heilbar

 

Alarmzeichen ist Zahnfleischbluten

Gesunde Zähne fallen aus. Der Arzt stellt die Diagnose: Parodontitis. Früher war das ein unaufhaltbares Problem, der Arzt konnte kaum helfen. Auch heute leiden 90 % der über 30jährigen an "Parodontose", ja sogar Schulkinder haben Zahnfleischentzündungen. Jetzt kann geholfen werden und die Zähne meist gerettet werden.

Dank der großen Fortschritte in der zahnmedizinischen Wissenschaft wird die Zahl der Parodontosekranken in den nächsten 20 Jahren drastisch sinken. Mit ein Grund für diese Entwicklung: Endlich auch in Österreich entwickelt sich der Trend, in Zahnarztpraxen ein sogenanntes Mundhygiene-Prophylaxe-Programm anzubieten. Während sich bisher der Zahnarzt meist nur mit dem Sanieren entstandener Läsionen beschäftigte, legt man heute großen Wert auf die Erhaltung der Zähne und des Zahnhalteapparates.

Die wichtigsten prophylaktischen Maßnahmen sind:

Zum Zahnhalteapparat (Parodontium) zählt man: Zahnfleisch - Zahnfachknochen - Wurzelhaut und Wurzelhautfasern.

Prof. Dr. Saxer aus der Schweiz bezeichnet das Parodontium als Fundament und meint: "Ohne dieses Fundament können wir Zahnärzte nicht auf die Zähne bauen." Weiter ist Prof. Dr. Saxer der Meinung: "Kieferorthopädie hat keinen Sinn, Rekonstruktion von Zähnen mit Füllungen, Kronen und Brücken ist ein Unsinn, wenn das Fundament nicht in Ordnung ist."

Genau diese Gesunderhaltung bzw. die Behandlung des Fundamentes der Zähne geschieht in sogenannten Mundhygienesitzungen. Nach jahrelanger Beobachtungszeit kann ich Ihnen versichern: Parodontitis kann in jedem Stadium gestoppt werden. Wichtig ist einzig und allein, daß ein Patient nicht an Wunder glaubt, sondern zur konsequenten aktiven Mitarbeit bereit ist.

Da Parodontitis (parodont = griech.: um den Zahn herum; -itis = Entzündung) eine schleichende Krankheit ist, das heißt, lange Zeit nicht weh tut, wende ich mich besonders an diejenigen, welche die 1. Anzeichen nicht beachten: Zahnfleischbluten beim Zähneputzen, dunkelrot verfärbtes und geschwollenes Zahnfleisch und eventuell Mundgeruch, sind Hinweise darauf, daß mit dem Zahnhalteapparat etwas nicht stimmt.

Wenn Sie die Parodontitis als schicksalhaft bezeichnet und hingenommen haben, kann ich Ihnen nur einen Rat geben: Je eher Sie die Krankheit stoppen, desto weniger Zeit und Aufwand erfordert der Heilungsprozeß.

Nicht teure Mundwässer und Pasten genügen, sondern konsequent durchgeführte Therapie vom Facharzt und intensive Mundhygiene garantieren Heilungserfolg.

Gabriele Erben


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