DYSBALANCEN, DIE SICH IM GESICHT EINPRÄGEN

Das Kausystem ist wie ein fein aufeinander abgestimmtes Uhrwerk. Wenn Kieferknochen, Kierfergelenk, Zahnhalteapparat oder Zahn nicht richtig aufeinander abgestimmt sind und aus der Balance geraten, schlägt sich das sichtbar im Gesicht nieder. Noch mehr: Sogenannte Dysbalancen des Kausystems haben auf den gesamten Körper Auswirkungen. Sie können Schmerzen in entfernten Körperteilen auslösen und sogar die Funktion und den Stoffwechsel von Organen verändern. Eine Fehlstellung der Zähne bewirkt unter Umständen Verspannungen der Muskulatur und Schmerzen in Hals, Rücken und Schultern, Kopf und Gesicht.

Der geübte Fachmann erkennt ein Kiefergelenksyndrom oft schon am Erscheinungsbild des Patienten: An starken Nasolabialfalten, tiefen Falten im Mundwinkel, am mürrischen Gesichtsausdruck oder der Stellung des Kopfes auf den Schultern. Was bei den Betroffenen kaum bekannt ist, durch die richtige Behandlung lassen sich nicht nur Schmerzen ausschalten, sondern auch das äußere Erscheinungsbild wird harmonisiert. Falten werden vermindert, das Aussehen wird jünger und freundlicher.

Die Beschwerden

Die Liste der Funktionsstörungen ist lang: Sie reicht von atypischen Kopf- und Zahnschmerzen bis hin zum Brennen im Mund oder Ohrenschmerzen. Sehr häufig werden auch Knack-, Knirsch- und Reibegeräusche im Kiefergelenksbereich von derartigen Störungen ausgelöst. Aber auch übersensible Zähne und Zahnhälse können in Dysfunktionen des Kiefergelenks ihre Ursache haben.

Die Analyse

Durch die Funktionsanalyse läßt sich eindeutig abklären, ob bei dem Patienten funktionelle Störungen vorliegen. Die Erstuntersuchung beinhaltet die manuelle und funktionelle Untersuchung des Kiefergelenks, der Halswirbelsäule und der zugehörigen Muskulatur.

Die Ergebnisse werden ausführlich besprochen.

Es wird das Zusammenspiel der einzelnen Kiefermuskeln bei verschiedenen Kieferstellungen erfaßt, die exakte Position des Unterkiefers zum Oberkiefer bestimmt und gegebenenfalls korrigiert.

Die Behandlung

In manchen Fällen ist es eine nicht optimal passende Füllung, welche die Funktionsstörung auslöst. In 85 Prozent rührt die Störung jedoch von Abnutzungserscheinungen her. Der Biß ist zu niedrig oder die Zähne sind im Laufe der Zeit für den Kiefer zu kurz geworden. Gerade diese Abnutzungserscheinungen führen zu Nasolabialfalten oder scharfen Falten neben dem Mund. Die Haut wirft Falten, weil die Mundpartie kürzer geworden ist. Durch eine optimale Versorgung der Zähne, etwa durch Kronen, die auf die richtige, zum Kieferknochen passende Höhe eingestellt sind, lassen sich nicht nur etwaige Schmerzen ausschalten, sondern auch mögliche Falten im Mundbereich glätten.

Stichwort Zähneknirschen

Neben psychischen Ursachen - der Streß ist so groß geworden, daß er ,,Durchbeißen" verlangt - kann nächtliches Zähneknirschen durch Fehlkontakte, mangelhafte Füllungen oder auch orthopädische Probleme im Bereich der Wirbelsäule und des Schultergürtels verursacht sein.

 

Der Körper setzt sich gegen Fremdkörper (zu hohe Füllungen) - zur Wehr und versucht, diese wegzuscheuern. Die Kräfte, die dabei freigesetzt werden, sind enorm: Sie betragen bis zu 80 Kilopond, etwa soviel, wie ein ausgewachsener Mann wiegt. Diese Kräfte schädigen den Kauapparat und führen zu Muskelverhärtungen. Verspannungen, die sich im mürrischen Blick Ausdruck verleihen und die sich auch über die Funktionstherapie beseitigen lassen. Denn wenn sich der Kiefer normalisiert, entspannen sich die Kaumuskeln und nehmen eine normale Länge und Haltung an.

Seltene Funktionstherapie

Warum die Funktionsanalyse und -therapie bislang nur in etwa fünf Prozent aller Zahnarztpraxen angeboten wird, läßt sich einfach erklären: Diese Art der Behandlung ist von den Patienten selbst zu bezahlen.

Ihr Zahnarztpraxis Erben Team

 


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